Weil nämlich die vier Männer von Hangar-X auf runde Sachen stehen, bei der Meisterfeier im Juni an der Volksstraße ihren ersten Gig ever gaben, und sie das musikalische Jahr beim Winterbreak des Südchaos im Röda beenden werden, damit das ganze eine runde Sache ist. Der werte Herr Chefredakteur würde, ja, wenn er etwas zu sagen hätte, dazu herzlich einladen. Aber das erledigt der Rene Bugelmüller auch, das mit der Einladung. Er ist einer der Gründungsmitglieder von Hangar-X, langjähriger Nachwuchsfußballer des SK Vorwärts und, falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ein rot-weißer mit Herz und Seele. Vom Rasen über die Tribüne auf die Bühne. So schaut es aus.
Zunächst mal auf den Rasen
Die Geschichte beginnt, wie alle Geschichten von rot-weißen Fans, mit dem kleinen Buben, der vom Herrn Papa – im übrigen langjähriger Nachwuchstrainer des SK Vorwärts – im zarten Alter von sechs Jahren an der Hand auf den Platz geführt wird. Der junge Herr Rene hat sich darauf hin mal entschieden, dass sein Platz im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Platz wäre. Bis zur U-18, inklusive einiger Einsätze in der 1b-Mannschaft schnürt er die Schussstiefel, ehe er sich vor etwa sechs Jahren dazu entscheidet, lieber die Stahlseiten seiner Gibson zu rühren. Der Karriere als Fan hat es nicht geschadet. “Ich war schon in der 2. Klasse Ost viel dabei“, erinnert sich Rene an die mittlerweile legendäre Zeit. Viel rot-weißes Blut fließt im Hangar-X Ensemble. Fast die idente Geschichte ließe sich von Bruder Mario erzählen, der bei Konzerten am Schlagwerk den Takt angibt.
Lieder, die das Land versteht und sagen, was der Fan versteht
Mit einer kleinen Ausnahme, laut Rene: “Der Mario hat auch bei der Vorwärts gespielt, aber das war kein Talent.” Das, werter Leser, bleibt aber unter uns! Auch Bassist Matthias Blach, einst Kicker in Haidershofen und “the Voice” Max Enöckl haben mittlerweile Gefallen an der rot-weißen Fußballszene gefunden.
Die Rebellen von Hangar-X reden Klartext in Ihren Liedern, die das Land versteht. Der Fan Rene Bugelmüller von der Südtribüne nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund, wenn ihm Entwicklungen auf seiner Tribüne nicht gefallen: “Deppen gibt es immer und überall, aber so Sachen wie das Feuerzeug auf den SAK-Goalie oder einen schwarzen Admira-Spieler deswegen anstänkern, nur weil er eine andere Hautfarbe hat, das brauchen wir nicht.” Trotzdem: “Was sich seit der 2. Klasse Ost bei den Fans getan hat, das kann sich wirklich sehen lassen.”
Auswärtspunkte im Gasometer
Heuer musste zumindest bei der fußballerischen Auswärts-Performance Kompromisse gemacht werden, aus gutem Grund: Nur ein paar Monate nach dem Auftaktkonzert am Vorwärts-Platz werden die vier Herren als Support von Frei.Wild in den Wiener Gasometer geladen. “Vor 2.000 Leuten willst Du dich dann nicht blamieren”, erzählt Rene. Jedes freie Wochenende wird geprobt, was das Zeug hält. “Lange Reisen in die Steiermark sind sich dann einfach nicht ausgegangen.” Der Gig im Gasometer, ein glatter Auswärtssieg: “Wir haben jede Menge Lob bekommen für unseren Auftritt, auch von der Hauptband“, erzählt Rene. Nicht zuletzt wegen der Nummer “Schulter an Schulter” werden Fans aller Regionen und über die Vereinsfarben hinweg auf die Steyrer Rock’n Roll Rebellen aufmerksam. “Vor allem violette Salzburger fragen bei uns an, wann wir endlich mal bei ihnen spielen“.
Hangar-X auf Facebook, MySpace, Youtube
Wegen Samstag, nochmals zum Mitschreiben:
![251319_225235010829612_100000293456673_885487_2864902_n[1]](http://volxroad.files.wordpress.com/2011/11/251319_225235010829612_100000293456673_885487_2864902_n11.jpg?w=237&h=300)
